Pfaueninsel

Mein Besuch auf der Pfaueninsel

war nachhaltig beeindruckend. Als ich nach Verlassen der Fähre einen Weg rechts nach oben wählte, begegnete mir schon bald ein Rad-schlagender Pfau – das tun nur die männlichen Pfauen- und ich dachte das sei ein guter Anfang. Ließ sich auch bereitwillig fotografieren, der eitle Pfau. Ich setzte meinen Rundgang fort und seine lauten Rufe begleiteten mich ein Stück des Weges.

Vorbei an den Brunnen und Fontänen, die eigentlich keine mehr sind, da sie ihren Dienst verweigern. Die Strecke wird so langsam zu einem staubigen Sandweg welcher sich durch den deutschen Mischwald seinen Weg bereits vor über einem Jahrhundert gesucht haben dürfte. Anfangs sind keine Parkbänke zu sehen, Fußkranke und Gehbehinderte sollten zumindest nicht den von mir gewählten Weg benutzen. Nach einiger Zeit tauchen Gebäude auf, die ich aber nicht zuordnen kann da nicht beschildert. Ich entdecke dafür eine menge Schilder die auf einen elektrischen Zaun aufmerksam machen sollen und wieder andere die das Füttern von Tieren verbieten oder gleich den Zutritt untersagen. Man soll auch nicht die Wege verlassen und ich frage mich, weshalb eigentlich nicht, alles wächst eh wild und die Besucher kommen ja nicht gerade in Scharen.

Auf der Wegessstrecke ist weder etwas zu Trinken zu bekommen und zu Essen erst Recht nichts, das erklärt wahrscheinlich auch den Umstand, das es keine Toiletten gibt.

Gut, ich wandere weiter meines Weges und plötzlich tauchen auch Bänke am Wegesrand auf, manchmal sogar alle par Meter, unterstützt werden die Holzbänke von vielen älteren Steinbänken die jedoch keine Rückenlehne haben. Man hat halt nicht zu viel bei der Aufstellung nachgedacht.

Gelegentlich lichtet sich der Wald ein wenig und man hat einen Blick auf das Wasser, wenn man schon keins kaufen kann so doch wenigstens mal anschauen. Im Grunde genommen sind die meisten Wege schattig nur in der Mitte der Insel befinden sich einige sonnige Sandwege.

Die Inselgebäude werden zum Teil bewohnt und Stallungen bewirtschaftet sowie Acker bestellt. Da befinden sich dann Schilder mit Zutritt Verboten Privat! Alle Gebäude befinden sich in einem desolaten Zustand.

So langsam möchte ich zurück in Richtung Fähre und versuche es auf gut Glück. Wird aber nichts da die Beschilderungen für diesen Zweck wohl nicht für notwendig erachtet wurden. Ich beginne ganz und gar ungewollt darüber nachzudenken was eigentlich passiert wenn man hier umfällt und ob und wann man wohl gefunden wird.

Nach ca. 20 Min. begegne ich den ersten Menschen aber auch die können mir nur vage sagen wo es zum Fährmann geht. Also weiter wandern und vor allen Dingen alles fotografieren um zu Hause im Internet zu erkunden, was ich da alles gesehen habe und um die Fotos betiteln zu können.

Nach und nach begegneten mir Inselbesucher in kürzeren Abständen die aber auch nicht wussten wo es lang geht, die erkundigten sich ausgerechnet bei mir über den Verbleib der Pfauen und wo sie entlang gehen sollen um etwas schönes zu entdecken. In einem kurzen Gespräch erörterten wir die Lage und gingen in entgegen gesetzten Richtungen weiter.
Irgendwann entdeckte ich das einzige Gebäude das ich kannte, das Schloss. Schneeweiß stand es vor mir und ließ sich von der Sonne bestrahlen. Nun wusste ich, dass die Anlegestelle in unmittelbarer Nähe sein musste. War auch so und da gab’s doch tatsächlich auch das einzige WC und zuvor an einer Wegesskreuzung, auch das einzige, winzige, 15cm hohe Schildchen auf dem – zur Fähre stand – . Die brachte mich auch zeitnahe zum Festland.

Ist mit der S1 bis S Bhf. Wannsee zu erreichen, von dort 10 Min. mit dem Bus 218 bis Pfaueninsel.

Das kostet pro Person. 4,10 Euro Fahrgeld und 2,00 Euro Fähre. Ansonsten kann man kein Geld ausgeben auf der Insel.

Galerie

Pfaueninsel

30.04.2009
von Michael

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