Rosenkranz-Basilika in Berlin-Steglitz

Die Rosenkranz-Basilika in Berlin-Steglitz

Der Grundstein für diese Kirche wurde 1899 gelegt und bereits 1900 konnte in ihr die erste Predigt gehalten werden. Wer mitgerechnet hat, wird sicher bemerkt haben, dass dies über 110 Jahre her ist.

Ich habe es erst heute geschafft, diese Basilika in unmittelbarer Nähe der lebhaften Schlossstrasse, zu besuchen. Sobald man die Kirche betritt vergisst man auch schon den geschäftigen Betrieb der nahen Einkaufsstrasse.


  

Die Architektur ist wohl der Spätromantik zuzuordnen und ist einem in der Berliner Umgebung vertraut. Der turmartige Bau ist an seiner höchsten Stelle 40 m hoch, die Wandfläche ist mit Rundbogenfenstern versehen. Die Fassade der Basilika ist aus rotem Backstein mit starken Fugen.

Im Innenraum bezieht die Kirche ihr Licht aus 16 Rundbogenfenstern, insbesondere die Seitenapsiden und Nebenräume befinden sich in einem Dämmerlicht. Der Altarraum ist mit Säulen versehen, die Arkaden tragen einen Bogen. Die kleineren Fenster des Apsisraums sind mit Glasmalerei versehen und lassen nur spärliches Licht durch. Im Kircheninneren findet man eine reichhaltige malerische Gestaltung byzantinischen Charakters vor.

Die Glocken der Kirche mussten im Ersten Weltkrieg zur Waffenherstellung abgeliefert werden und erst 1925 konnte wieder ein neues Geläut aufgehängt werden. Doch schon 17 Jahre später (1942) mussten auch diese Glocken im Zweiten Weltkrieg zum einschmelzen abgeliefert werden.

Seit 1975 wurde von der gleichen Firma erneut ein Bronzegeläut fertig gestellt. Die neuen Glocken der Rosenkranz-Basilika verrichten noch heute ihre Aufgabe.


1950 wurde die Kirche von Papst Pius XII. zur „Basilica Minor“ erhoben und 1964 wird die Kirche schließlich unter Denkmalschutz gestellt. Die alte doch sehr mitgenommene Orgel kann erst 1966 durch eine neue von den Gebr. Stockmann erbaute Orgel ersetzt werden. Über 300 Pfeifen werden mit 42 Registern bespielt.


  

 

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4 Kommentare zu “Rosenkranz-Basilika in Berlin-Steglitz

  1. Pingback: Ecclesiæ Berolinenses. | Ultramontan

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