Denkmal für Homosexualität

Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen“ oder auch „Denkmal für Homosexualität“, alle möglichen Bezeichnungen werden auch für dieses Denkmal benutzt.

Das Denkmal wurde von dem dänisch-norwegischen Künstlerduo Elmgreen und Dragset entworfen und ist ein 3,60 Meter hoher und 1,90 Meter breiter Betonquader.

Die Gedenkstätte befindet sich am Rande des Berliner Tiergarten in der Ebertstraße gegenüber des Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Eingeweiht wurde es im Mai 2008 und es soll an die von den Nazis verfolgten Homosexuellen erinnern.Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden Tausende Menschen nach §175 verurteilt und in Konzentrationslagern umgebracht.

Unter Zustimmung aller im Bundestag vertretenen Parteien wurde der Errichtung des Denkmals zugestimmt. Zur Eröffnung wurde das Denkmal durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, der Öffentlichkeit übergeben.

Ein kleiner Weg führt von der Ebertstraße direkt zu der grauen Betonstehle, man kann durch ein winziges Fensterchen in das „Innere“ gucken und Videosequenzen zu der Thematik sehen. Das war nicht unumstritten und führte zu einigen Diskussionen zwischen Politik und Historikern sowie den Interessengruppen. Man konnte sich scheinbar einigen und hat wohl beschlossen das eine „Expertenjury“ alle zwei Jahre über das zu wechselnde Video abstimmt.

Auch dieses Denkmal wird öfter mutwillig beschädigt und man sah darin sogleich einen Beleg für die steigende Gewaltbereitschaft gegen Homosexuelle…

Einen Abstecher zu diesem Ort kann man vorzüglich mit dem Besuch weiterer Sehenswürdigkeiten in der Umgebung verbinden:

Goethe Denkmal im Tiergarten

Brandenburger Tor

Potsdamer Platz

Reichstagsgebäude

In den Großen Tiergarten

u.v.m.

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Ein Kommentar zu “Denkmal für Homosexualität

  1. Lieber Michael,
    sehr interessant. Dass es solch ein Denkmal gibt, wusste ich noch nicht.
    Jeder Mensch sollte den Menschen lieben dürfen, den er eben liebt. Das sollte eigentlich gar kein Thema sein, sondern selbstverständlich. Ein Denkmal hierfür finde ich schon gut. Nur mit dem Denkmal selbst tue ich mich etwas schwer. Mir gefällt dieser Betonklotz nicht. Aber vermutlich verstehe ich einfach nur den tieferen Sinn dieses „Kunstwerks“ nicht.

    Liebe Grüße,
    Martina

Was ich noch zu sagen hätte...

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