U-Bahnhof Wittenbergplatz

Seit 1910 besteht dieser U-Bahnhof in Berlin nun bereits, es begann sich auch hier ein Stadtzentrum zu entwickeln und der Schöneberger wollte nun auch seinen eigenen U-Bahnanschluss haben. Den Charlottenburgern hat das damals wohl nicht sonderlich gefallen, man ging wohl davon aus selbst verkehrstechnisch benachteiligt zu werden. Dem war letztendlich aber nicht so und so wurde auch das überirdische Teil des Bahnhofsgebäudes errichtet.

In dem Gebäude welches eine Höhe von ca. 15 Metern hatte, befand und befindet sich die Schalterhalle mit einigen Kiosken und Service-Punkten der BVG.

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Alfred Grenander entwarf diesen Bahnhof mit seiner kreuzförmigen Eingangshalle in neoklassizistischen Formen.

Erst 1980 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt – die Berliner Verkehrsbetriebe waren davon nicht sonderlich angetan – aber renovierten Anfang der 80ger Jahre auch gleich mal. Natürlich fehlt auch bei diesem Gebäude der Glanz der Vergangenheit aber es wurde dennoch eine kleine Kostbarkeit.

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2008 musste die Decke des U-Bahn-Tunnels auf einer Länge von fast 1 Km wegen eindringendem Wasser saniert werden, was nur von oben her möglich war und entsprechende Sperrungen des Platzes zur Folge hatte.

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Es befinden sich drei Bahnsteige mit nur fünf Gleisen unter der Erde, ein sechstes wurde aus immer welchen Gründen nicht gebaut. Aber die fünf Gleise genügen um die Ortsteile Schöneberg mit dem restlichen Berlin zu verbinden. Das Bahnhofsgebäude befindet sich mitten auf dem Platz zwischen den Fahrspuren der Tauentzienstraße. Am Südplatz befindet sich übrigens unter anderen das KaDeWe.

Ich finde, das es gut war diesen U-Bahnhof zu schützen und zu erhalten und wäre er nicht unter Denkmalschutz gestellt worden, er wäre heute sicher nicht mehr in der Form vorhanden sondern hätte einem billigeren Zweckbau weichen müssen.

Für die City-West ist es gut so wie es ist und der Erhalt des Gebäudes ist ein Gewinn für diesen Platz und Ort.

U-Bahnhof Wittenbergplatz

Wittenbergplatz

10789 Berlin (Schöneberg)

Gasometer Schöneberg

Der Gasometer in Berlin Schöneberg lädt ein zu einem Rundgang auf dem obersten Laufsteg in 80 Meter Höhe.
Die Besucher werden von geschulten Fachleuten nach oben geführt, jedoch sollte man dabei schwindelfrei sein und nicht unter Höhenangst leiden.

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Die Belohnung für den Aufstieg ist ein Blick über die Stadt Berlin.
Auf den geführten Touren erfährt man auch einiges über die Geschichte des historischen Gasag-Geländes auf dem sich der Gasometer befindet.

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Dir Führungen finden zu verschiedenen Zeiten     statt und sind auf der Webseite angekündigt,                       wo man auch die Karten buchen kann.

  Tickets kosten so um 30 Euro p.P.

  Adresse:

Torgauer Straße 18
10829 Berlin

 Telefon:
+49(152)23912669
oder auch
+49(0)30 20.60.70.83.90

Erreichbar:

S-Bahnhof Schöneberg

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„Moderne Zeiten“

Neue Nationalgalerie – Tiergarten

Potsdamer Straße 50, Kulturforum Potsdamer Platz, 10785 Berlin

 

Mies van der Rohe war der Architekt der Neuen Nationalgalerie, er konzipierte eine Stahlskelettkonstruktion mit riesigen Glasflächen und Innenräumen die in ihren Grundrissen flexibel den Gegebenheiten angepasst werden können.

Die über 8 Meter hohe Halle wurde unter der größten freitragenden Stahlplatte der Welt konstruiert. Die eigentliche Ausstellungsfläche befindet sich unter einer Steinterrasse, sozusagen im Untergeschoß das sich nach Westen hin zum Skulpturenhof mittels einer Glasfront öffnet.

Der Bau wurde 1968, ein Jahr vor dem Tod des damals inzwischen 82 Jährigen Mies van der Rohe, fertig gestellt.

 

Es war der erste Bau in dem bereits entstehenden Kulturforum Nahe dem Potsdamer Platz. In der Neuen Nationalgalerie finden wechselnde Sonderausstellungen in den zwei Gebäudegeschossen statt, des weiteren beherbergt es europäische Malerei und Plastik des 20. Jahrhunderts von der Klassischen Moderne bis zur Kunst der 1960er Jahre.

   

Mein letzter Besuch erfolgte anlässlich der Ausstellung „Moderne Zeiten“.

Ist in meinen Augen immer einen Besuch wert!

Es war in Schöneberg…

Rathaus Schöneberg

„Ich bin ein Berliner“ ist ein berühmtes Zitat aus der Rede von John F. Kennedy am 26. Juni 1963 vor dem Rathaus Schöneberg.
Dieses Rathaus war nämlich einst der West-Berliner Regierungssitz und somit auch der Amtssitz des regierenden Bürgermeisters. Bis zum Fall der Berliner Mauer und der danach erfolgten Wiedervereinigung befand sich hier das Zentrum der Politik in West-Berlin.

Der Vorplatz des Rathauses war Versammlungsplatz und es fanden auch die Mai-Kundgebungen hier statt. Doch seit der Senat und das Abgeordnetenhaus anlässlich der Wiedervereinigung in das Rote Rathaus nach Berlin Mitte umgezogen sind versammeln sich hier nur noch die Besucher des Wochenmarktes.Ein besonderes Merkmal des viergeschossigen Gebäudes mit seinem 70 Meter hohen Turm, dürfte die Installation der „Freiheitsglocke“ sein. Millionen Amerikaner hatten für den Guss der Glocke gespendet, die nach dem Vorbild der „Liberty Bell“ in Philadelphia geschaffen wurde.

 

Das Rathausgebäude wirkt eher schlicht und einfach und nur einige Schmuckelemente von Bildhauern geschaffen, bemühen sich die Putzfassade des Hauses ein wenig zu verschönern.

  

Im Inneren befindet sich die beeindruckende 60 m breite Eingangshalle die das erste Stockwerk mit einbezieht um an Höhe zu gewinnen. In der 2. Etage befinden sich der Sitzungs-und der Bürgersaal.

 

Vielmehr ist im Inneren des Hauses auch nicht als sehenswert zu bezeichnen da die weiteren Gänge und Amtsstuben in einem weniger ansehnlichen Zustand sind.
Berlin ist arm…und das Rathaus in Schöneberg hat nun mal nicht mehr die Bedeutung der Nachkriegsjahre.

Aber eine kleine Stippvisite hat auch dieses Gebäude durchaus verdient, zumal auch wechselnde Ausstellungen in der Eingangshalle stattfinden.

Zur Stärkung könnte man den Ratskeller aufsuchen und nach dem Essen einen Verdauungsspaziergang durch den benachbarten Volkspark Wilmersdorf/Schöneberg machen.

Zu erreichen mit den Bussen 104, M46, oder der U-Bahn bis U Bayrischer Platz

Adresse
John-F.-Kennedy-Platz 1

10825 Berlin

English: KN-C29248 26 June 1963 President Kenn...

Vom Berliner Sportpalast zum Sozialpalast

Pallasseum – Schöneberg

Einst fand hier das Sechstagerennen statt, es sprachen Redner aller Couleur zum Volk und er wurde als Konzerthalle genutzt.
Nun wird man ihn allerdings vergeblich suchen, der Sportpalast wurde aus „wirtschaftlichen“ Gründen bereits im November 1973 abgerissen.
Bereits vor dem Fall der Berliner Mauer war man in dieser Stadt sehr nachhaltig damit beschäftigt „Altes“ nicht mehr wirtschaftliches abzureißen. Nicht zuletzt durch diese Mentalität hat Berlin auch keine Altstadt im eigentlichen Sinn.

Potsdamer / Pallasstr. 1970 mit Sportpalast

An Stelle des Sportpalast wurde an gleicher Stelle im Rahmen eines Förderprogramms für den sozialen Wohnungsbau ein zehnstöckiges bis zwölf stöckiges Gebäude mit Galeriegängen auf den Etagen und einer beachtlichen Ausdehnung von der Potsdamer Straße bis in die Pallasstraße und dort endet das Grauen Passenderweise erst am Hochbunker Pallasstraße, die zuvor auch noch von dem Bauwerk überbrückt wird.

 

Potsdamer / Pallasstr. 2012

Die Berliner nennen das Gebäude „Sozialpalast“, was das Quartiersmanagement nun überhaupt nicht gerne hört. Ehemals Wohnanlage am Kleistpark oder auch Pallasseum, findet da schon mehr Anklang. Entschieden hat man sich 2001 nach einem „Bewohnerwettbewerb“ schließlich doch für den Namen „Pallasseum“.
Ich persönlich kenne allerdings keinen Menschen der diesen Namen benutzt, wohne aber auch nicht in Schöneberg.

Wie nicht anders zu erwarten, entwickelte sich diese Anlage mit ihren über 500 Wohnungen im laufe der Zeit zu einem sozialen Brennpunkt. Durch Vandalismus wurden erhebliche Schäden verursacht und die Wohnanlage verselbstständigte sich zu einem Territorium mit eigenen oder besser überhaupt keinen Gesetzen im herkömmlichen Sinne.

Man wird es kaum glauben, aber auch hier hat man auf Grund der außer Kontrolle geratenen Situation wieder einmal über einen totalen Abriss des Gebäudes nachgedacht. Ist aber anders gekommen, mit Hilfe von Sozialarbeitern, Übersetzern und eines Quartiermanagers wollte man versuchen die Lage zu verbessern. Man ist allerdings trotz einiger unbestrittener Erfolge bis heute nicht Herr der Lage geworden und es gibt noch viel zu tun.

   

Bleibt noch zu hoffen, dass die erforderlichen Mittel nicht auch hier derart runter gefahren werden, das irgendwann gar nichts mehr geht. Man müsste dann wieder bei Null beginnen und es würde Jahre dauern auf den jetzigen Stand zu gelangen.

    

Ich empfehle jedem sich einmal mit den Realitäten des Pallasseums vertraut zu machen. Fahrt einfach mal zur Potsdamer Straße/Ecke Pallasstraße und seht selbst. Ihr werdet auch viele Gaststätten, Reisebüros und Imbisse mit mediterranen Angeboten finden, es könnte fast wie ein Kurzurlaub an das Mittelmeer sein, wen da nur nicht…dieses schlechte Wetter wäre.

Auch für die Architektur Interessierten dürfte das eine Lektion in Sachen Boton Wohnzellen für über 2000 Menschen sein und Soziologen könnten mit der nötigen Distanz den zunehmende Migrantenanteil unter den Bewohnern verfolgen.
Also setzt euch mal in den Bus M 85 und seht euch in aller Ruhe das Werk von Jürgen Sawade, seines Zeichens Architekt, an.

Der Eintritt ist frei.

 

U-Bahnhof Wittenbergplatz


Seit 1910 besteht dieser U-Bahnhof in Berlin nun bereits, es begann sich auch hier ein Stadtzentrum zu entwickeln und die Schöneberger wollten nun auch ihren eigenen U-Bahnanschluss haben. Den Charlottenburgern hat das damals wohl nicht sonderlich gefallen, man ging wohl davon aus selbst verkehrstechnisch benachteiligt zu werden. Dem war letztendlich aber nicht so und so wurde auch das überirdische Teil des Bahnhofsgebäudes errichtet.
In dem Gebäude welches eine Höhe von ca. 15 Metern hatte, befand und befindet sich die Schalterhalle mit einigen Kiosken und Service-Punkten der BVG.


Alfred Grenander entwarf diesen Bahnhof mit seiner kreuzförmigen Eingangshalle in neoklassizistischen Formen.
Erst 1980 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt – die Berliner Verkehrsbetriebe waren davon nicht sonderlich angetan – aber renovierten Anfang der 80ger Jahre auch gleich mal. Natürlich fehlt auch bei diesem Gebäude der Glanz der Vergangenheit aber es wurde dennoch eine kleine Kostbarkeit.
2008 musste die Decke des U-Bahn-Tunnels auf einer Länge von fast 1 Km wegen eindringendem Wasser saniert werden, was nur von oben her möglich war und entsprechende Sperrungen des Platzes zur Folge hatte.


Es befinden sich drei Bahnsteige mit nur fünf Gleisen unter der Erde, ein sechstes wurde aus immer welchen Gründen nicht gebaut. Aber die fünf Gleise genügen um die Ortsteile Schöneberg mit dem restlichen Berlin zu verbinden. Das Bahnhofsgebäude befindet sich mitten auf dem Platz zwischen den Fahrspuren der Tauentzienstraße. Am Südplatz befindet sich übrigens unter anderen das KaDeWe. 
Ich finde, das es gut war diesen U-Bahnhof zu schützen und zu erhalten und wäre er nicht unter Denkmalschutz gestellt worden, er wäre heute sicher nicht mehr in der Form vorhanden sondern hätte einem billigeren Zweckbau weichen müssen.
Für die City-West ist es gut so wie es ist und der Erhalt des Gebäudes ist ein Gewinn für diesen Platz und Ort.
U-Bahnhof Wittenbergplatz
Wittenbergplatz
10789 Berlin (Schöneberg)